Wiederaufbau Suzuki GS 500 E – Neues Projekt

Wieder erholt zurück aus Vietnam (Bericht folgt noch), ging es heute an ein neues Motorradprojekt.

Ich und Axel haben heute eine steinalte (glaube Bj.89) GS 500 E aus dem 200 Kilometer entfernten München geholt.
Die gute stand die letzten 6 Jahre in einer Tiefgarage und wurde auch zuvor nicht optimal gepflegt.

Dieses “Schmuckstück” wieder aufzubereiten, dürfte eine Herausforderung werden.

Was direkt auffällt ist direkt der Rost an allen Enden

Auch den Tank hat es erwischt

Der Motor lief nach einem Wechsel des Öls kurz und hörte sich normal an. Das ist immerhin die Hauptsache und der Rest ist hinzubekommen.

Features dieser GS 500 E:

  • verbeulter Tank
  • gebrochenes Gehäuse an den Instrumenten
  • Bremse vorne und hinten fest
  • Getriebe kaum schaltbar
  • kein Strom von der Lichtmaschine
  • jede Menge Rost, Schmutz und alles was sonst in einer solch langen Zeit anfällt

Nachdem die gute heute dann in ihrem neuen Zuhause war, wurde sie direkt zur Aufbereitung etwas “bearbeitet”.

..der bereits erwähnte Rost..

GS 500 E Scheinwerfer von innen

Sieht doch gleich viel luftiger aus?

Auspuff in tadellosem Zustand

 

Man kann sich vermutlich fragen, wieso man sich das antut. Das liegt zum einen daran, dass an dem Motorrad alte Erinnerungen hängen und sie zum 2. nichts gekostet hat.

Man darf gespannt sein, wie sich das hier entwickelt und ich werde immer wieder mit Bildern vom Wiederaufbau berichten.

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Zeit für warmes Wetter. Auf nach Vietnam!

 

So, mein kleine feine Leserschaft:

Ich werde ab übermorgen die nächsten 3 Wochen in Vietnam im Urlaub sein. Ich habe mir fest vorgenommen von dort aus etwas über deren 2-Räder zu schreiben, welche dort ja sehr beliebt sind.

Schade ist, dass man dort als Deutscher nicht wirklich weit kommt. Auch mit einem internationalen Führerschein dürfte ich dort nichts fahren.

Wenn man das Thema etwas recherchiert, bekommt man schnell raus, dass man einfach ohne fahren sollte bzw. man kann sich einen Führerschein dort auch kaufen. Wird man erwischt beim fahren ohne Schein, drückt man dem Polizisten umgerechnet 10 Euro in die Hand und die Sache ist erledigt.
Da ich allerdings schon hierzulande keinen Spass habe, wenn ich die ganze Zeit mit schlechtem Gewissen rumfahren muss, werde ich mich dort wohl leider aufs schauen beschränken müssen, aber mal abwarten.

Etwas froh bin ich, da es die letzten Nächte wirklich kalt war bis in die Minusgrade und mir regelmäßig der Vergaser der ZX9R eingefroren ist, was sich mit einem Motorgeräusch und Fahrverhalten eines Traktors bemerkbar macht. Wenn ich zurück bin, ists sicher warm genug.

 

Und bevor ichs vergesse: ICH HAB URLAUB! :)

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ZX9R Kawasaki hinterer Bremssattel / Tausch der Beläge

Heut waren noch kurz die hinteren Beläge meiner schönen zu tauschen. Die hatte ich eh schon liegen, aber bisher noch nicht gemacht.

Im Grunde genommen gibts nicht viel zu erzählen. Ich frage mich nur, wieso man nicht wie beim vorderen Sattel einen Sicherungsstift nimmt, der schraubbar ist – und nicht nur gesteckt mit ner winzigen Sicherung – wie vorne auch.
Da sieht man mal wieder wie ernst die hintere Bremse genommen wird.

Dem Aussehen nach waren die Beläge noch die ersten.

Ich habe mich damals für die einfachen organischen entschieden von Louis. Der Satz hier kostet nur 18 Euro, aber für die hintere Bremse finde ich, tuns die allemal. Ausserdem ists ein prima Test mal ein wenig zu sehen, wie sie die Teile machen.

Flüssigkeit hatte ich ja bereits gewechselt und bereits nach 10 Minuten war wieder alles an seinem Platz. Werde mal noch berichten von den Bremseigenschaften.

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Operation am offenen Sattel – Yamaha XT600

Axel fragte heute, ob ich ihm helfen könnte bei seiner XT die Beläge zu tauschen und die Flüssigkeit der Bremsen.

Klar war ich dazu bereit. Die XT hat er vor ein paar Monaten gekauft für nen Appel und ein Ei. Ich glaube es waren 600 Euro. Der Motor läuft soweit gut (1-Zylinder) und das Motorrad (Baujahr 86, 60.000 KM) steht halt quasi seinem Wert entsprechend im Augenblick da.

Hilft aber alles nix, es müssen auch mal neue Backen ran und da die Bremsflüssigkeit aussah wie Cola, musste auch die gewechselt werden.

Zuerst machten wir den Sattel ab und ich weigerte mich erstmal das anzufassen. Pflege hat das arme Motorrad bisher leider nie erhalten und es war alles pechschwarz und versifft. :(

Der vordere Sattel wird in diesem Fall von nur einem Kolben bewegt, welcher von einem Gummiüberzieher bedeckt ist. Zurückstellen des Kolbens war quasi unmöglich und nach dem Zustand, als die Beläge draussen waren, sagte ich, dass der Kolben raus muss und das Teil sauber gemacht.
Kolben war auch schnell draussen und der ganze Dreck sprang einem quasi entgegen.

Zur Veranschaulichung:

 

 

 

 

Im Grund ist da auch nichts dabei das zu reinigen. Keine Teile verlieren, ein wenig Zeit lassen und gut ist. Beim reinfummeln des Kolbens ist vor allem Geduld und ein ruhiges Händchen gefragt, denn der Gummi der drüber muss, ist schwer zu positionieren, ausserdem ist wenig Platz.
Irgendwann war das alles geschafft. Die Flüssigkeit war natürlich inzwischen auch draussen, Reservoir gereinigt und alles wieder montiert.

Nun kam wieder mein prima Entlüfter zum Einsatz, welcher auch hier einwandfrei funktionierte. Nach dem ersten Versuch wollte sich eigenartigerweise kein Bremsdruck aufbauen, aber nach einmal abklopfen und nochmal durchlaufen lassen war alles bestens.

Und obwohl die alte XT eine Scheibe vorne hat die fern von gut und böse ist, waren die Bremseigenschaften nun schon bisher absolut unerreicht.

Schön, wenn die Arbeit nicht umsonst war. :)

Vor allem aufs letzte Bild mal klicken, da sieht man recht gut, was ich meine.

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Unterschied Reifen Metzeler M5, Michelin Pilot Power 2CT

Des liebsten Freund des Motorradfahrers ist sein (meist) einziger Kontakt zur Strasse:
Der Reifen.

Möchte gerne den Vergleich zwischen 2er Reifen anstellen.

Das eine wäre der Metzeler Sportec M5.

 

Der Reifen an dem man sogar anhand der Nummern ablesen kann, wieviel man fährt ist wie auch der Pilot Power 2CT ein reiner Sportreifen.

Auf der anderen Seite der Michelin Pilot Power 2CT:

Ich will hier gar nicht so sehr, auf die technischen Feinheiten der Reifen eingehen, die kann schliesslich jeder auf den Homepages der Hersteller nachlesen.

Um einfach mal anzufangen:
Ich habe ca. 7000km auf dem Metzeler abgefahren. Mein Eindruck vom Reifen war ein sehr solider. Bei trockenem Wetter eine prima Haftung und den Reifen habe ich nie zum rutschen gebracht, weder in der Kurve noch auf der Geraden. Zumindest solange es trocken war.
Bei nassem Wetter ist allerdings vorsicht geboten, da er für mein Verständnis hier ein sehr starkes Defizit aufzeigt. Es ist mir mehr als einmal passiert, dass auch bei schon wenig Gas, der Reifen durchgeht und sogar das Heck ausbricht.
Klar kann man hier sagen: Musst halt langsam machen, bei nassem Wetter – der Michelin zeigt allerdings, dass es auch anders geht.
Positiv zu erwähnen beim Metzeler wäre mit Sicherheit auch die Laufleistung. Nach 7000 Kilometern war noch immer ausreichend Profil auf den Reifen für einige Kilometer mehr.
Der Metzler ist allerdings in Kurven durchaus bockig. Durch sein hohes Aufstellmoment, muss man bei sportlicherer Fahrweise das Motorrad richtig mit Kraft um die Ecke zwängen.
Den Reifen warm zu bekommen ist kein Problem. Das war bereits nach sehr kurzer Fahrt passiert.

Den Pilot Power 2CT fahre ich nun ca. 2000KM. Ich muss sagen, mit diesem Reifen musste man erstmal komplett wieder umdenken, da er im Vergleich zum Metzeler das Motorrad fast alleine um die Ecke brachte. Ohne jeglichen Kraftaufwand, reagiert das Motorrad auf feine Lenkimpulse und das Kurvenfahren geht ohne Kraftaufwand und sehr entspannt.
Ausserdem bemerke ich bei dem Reifen zum ersten mal ein “Popometer”. In Kurven und beim starken Herausbeschleunigen rutscht er leicht, was beim Metzeler zumindest nie zu spüren war. Der 2CT hat im Vergleich zum Vorgänger ohne diesen Zusatz weichere Flanken um sicherer mehr Schräglage fahren zu können. Die innere Lauffläche ist identisch.
Was mir sehr positiv auffiel ist das Verhalten des Reifens bei kaltem Wetter und Zustand, sowie auf nasser Fahrbahn. Er bietet im Vergleich zum Metzeler ausreichend Grip und man kann das Motorrad sicher durch den Verkehr manövrieren.
Wenn es mal etwas sportlicher sein soll, ist der 2CT für mich die beste Wahl. Allerdings braucht er recht lange um auf Temperatur zu kommen um optimalen Grip zu bekommen. Der Metzeler war schneller warm.

Alleine wegen des Aufstellverhaltens des M5 Reifens von Metzeler würde ich immer wieder nun den Pilot Power wählen. Weitere Tests werden folgen. :)

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Das erste mal Bremsflüssigkeit gewechselt mit dem Entlüfter von Mityvac

Bei mir stand gestern das neu Befüllen der Bremsen an.

Nachdem ich mitbekommen hatte, dass der Vorbesitzer meiner ZX9R nicht die Pflege hat zukommen lassen, die es erfordert, musste auch diese gewechselt werden. Es empfiehlt sich sowieso am besten 2x jährlich die Flüssigkeit zu wechseln aus folgenden Gründen:

  • die Flüssigkeit ist hygroskopisch und zieht Wasser im Laufe der Zeit. Das bedeutet der Siedepunkt der Flüssigkeit sinkt und wenn das passiert, bilden sich irgendwann mal Luftblasen, eben dann, wenn sie bei zB einer Passfahrt heiss wird. Sicherlich ein sehr spannendes Gefühl, wenn sich der Bremshebel auf einmal bis zum Griff ziehen lässt und nichts weiter passiert – doch ich kann darauf verzichten.
  • der Wechsel der Flüssigkeit bedeutet man beugt auch dem Rost vor, da alles was mit Wasser zu schaffen hat, eben nicht im System ist und so keine Oxidation stattfinden kann.
  • die Bremse ist das wohl wichtigste Teil. Ein Fläschchen Bremsflüssigkeit kostet 5 Euro. 5 Euro die wohl bestens investiert sind in die eigene Sicherheit.

Auf jeden Fall habe ich sowas zuvor noch nie gemacht. Aber wies halt so ist, liest man sich schlau. Es wäre sicherlich auch ohne Pumpe gegangen, das weiss ich selbst. Allerdings weiss ich auch von vielen vielen Geschichten, wenn dann doch Luft ins System kommt, ganze Arien abgehalten werden müssen um diese wieder rauszubekommen. Bremssattel abmontieren und nach unten hängen, Bremshebel über Nacht mit Kabelbinder an den Griff binden und hoffen dass es hilft und vieles mehr.
Darauf habe ich keine Lust. Wenn ich eine solche Arbeit anfange, möchte ich sie auch zu Ende bringen und mich darauf verlassen können, dass das Ergebnis auch passt.

Mit folgenden Arbeitsschritten brauche ich etwa 10 Minuten um vorne die Flüssigkeit zu wechseln:

  1. Gerät zusammenbauen gemäß Anleitung. Ich verwende für vorne einen Gummiadapter, welcher beiliegt, da der Schlauch für meinen Geschmack zu lose auf der Entlüftungsöffnung sitzt.
  2. Öffnen des Bremsflüssigkeitsbehälters
  3. Befüllen bis zum Rand mit neuer Flüssigkeit (DOT beachten!)
  4. Aufstecken des Adapters an das Ventil vom Bremssattel, welches die längere Leitung hat (nur bei 2 Bremssatteln). Danach 4-5x pumpen und die Luft nach kurzem warten ablassen um zu sehen, ob alles dicht ist.
  5. 4-5x pumpen und mit einem Gabelschlüssel das Entlüftungsventil öffnen und immer wieder ETWAS weiterpumpen, damit der Unterdruck bestehen bleibt und keine Luft ins System kann
  6. noch bevor der Vorratsbehälter leer ist, neue Flüssigkeit nachfüllen
  7. das ganze ca. 3-4 Behälter lang wiederholen, bis alles alte raus ist
  8. Ventil zudrehen (nicht zu fest)
  9. eine Füllung vom Vorratsbehälter am anderen Bremssattel durchpumpen
  10. Vorratsbehälter auf korrekte Füllhöhe gemäß Markierung bringen und verschliessen
  11. Spritzer sorgsam wegwischen
  12. Bremse auf konstanten und festen Druckpunkt überprüfen
  13. vorsichtige Probefahrt

Ich möchte hier nur sagen, ich kann das Gerät für seine 40 Euro nur empfehlen. Der Umgang ist sehr leicht und sicher. Bei der hinteren Bremse habe ich es leider verschlafen rechtzeitig den Behälter wieder aufzufüllen und saugte selbigen leer. Trotz komplett leerem System war dank der Pumpe das entlüften in weniger als 10 Minuten geschehen.

Auch wenn ich bisher im Internet immer nur gelesen habe, dass ein Stück Schlauch reicht – klar tuts das, aber ich bin auf mein Fahrzeug angewiesen und will dass es schnell wieder SICHER betriebsbereit ist.

Gekauft habe ich es bei Louis. Es war dort auf Lager.

Mityvac Bremsen-Entlüfter von Louis

Mityvac Bremsen-Entlüfter von Louis

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Neues Design, neue Domain

Wurde mal Zeit, das hier etwas liebevoller zu gestalten.

Ab sofort ist der Blog unter der Domain: biker-blog.net zu erreichen und auch mobile Geräte werden nun unterstützt.

Ausserdem hat sich das Design etwas verändert. Hoffe es gefällt. :)

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Vergaser vereist (carb-icing)

Also ich heute von meiner Spätschicht um 2 Uhr Nachts auf Motorrad stieg, fiel mir bereits der vereiste Sattel auf. Tagsüber war es zwar sonnig, allerdings wurde es in der sternenklaren Nacht nun kalt. Immerhin waren es nur noch -5 Grad.

Jaqueline tat mir wie immer den Gefallen und sprang ohne Mucken an. Ich lies ihr noch eine Gedenkminute zum warm werden und fuhr bereits ohne Choke aus dem Hof meiner Arbeit.

Mein erster Teil des Arbeitsweges gestaltet sich durch ca. 2-3 Kilometer Ortschaft, die durchquert werden muss. Sämtliche Ampeln standen auf grün, so dass mir bei der Auffahrt auf das Stück Landstrasse noch nicht einmal eine Kühlwassertemperatur von 50° angezeigt wurde.

Jetzt ists nur dumm, wenn das Kühlwasser auch noch für die Vergaserheizung zuständig ist und es durch die Verdunstungskälte zu einem vereisten Vergaser kommt. Am Ende des kurzen Stück Landstraße merkte ich durch ruckeln und dem Klang eines 3-Zylinders während ich mit gleichbleibender Geschwindigkeit fuhr, dass etwas nicht stimmt. Als ich die Kupplung zog, ging mein Motorrad sofort aus.
Ich wartete kurze Zeit, damit die vorhandene Wärme wieder alles ins Lot bringen kann und startete sie erneut.

Auf dem kurzen Reststück nach Hause, welches ohne Probleme ablief, nahm ich mir vor am nächsten Tag einen kleinen Servicecheck vorzunehmen.

Ist es nicht irgendwie hirnrissig? Man soll sein Motorrad nicht kalt warmlaufen lassen. Aber ist es kalt und ich fahre im kalten, ist nicht genug wärme für die Vergaserheizung vorhanden, da das Kühlwasser lauwarm ist.

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Treulose Tomate

Tjaja.. die bin ich wohl. Sagte ich einst, ich will mehr schreiben und hab das eben nicht.

Ausreden gibts eigentlich wenige. Viel Arbeit, wenig Motorrad und wenig Lust. Im Winter stand meine noch gegen Ende letzter Saison erworbene Ninja Bj. 2003 im Winterschlaf.
Ich habe mich von Berta getrennt. Sie war mir dann doch etwas zu altbacken. Ich hab ja nix gegen Oldies, aber dann ein richtiger.

Ein Bild von der hübschen gibts natürlich auch:

ZX9R-EF

Entgegen vieler Meinungen, dass eine Ninja grün sein muss, find ich mein Motorrad so wies ist wunderschön. Im Augenblick würde mir wirklich nichts einfallen, was ich lieber fahren würde. Es ist in der Tat mein Traummotorrad.
Der Kilometerstand sind noch ziemlich jungfreuliche 20.000KM und der Preis war moderat.
Die Seite ziert ein Topf von Akrapovic. Als ich sie kaufte, war kein DB-Killer drin, welchen ich aber sofort montierte. Mir ist es das bisschen Lärm nicht wert, laufend mit der Angst zu fahren ich könnte angehalten werden. Davon ab, finde ich es wirklich Laut genug.
Ansonsten ist sie wirklich makellos. Keine Kratzer und alles TipTop in Ordnung.

Kurz nach dem Kauf brach auch schon der Winter herein und die gute stand mit leeren Vergasern, eingeölt mit WD40 in der Tiefgarage, trotz Ganzjahreskennzeichen.

Daran gearbeitet hab ich auch schon ein wenig. Ich habe ihr (ja, sie ist weiblich!) frisches Öl samt Filter gegönnt, habe ein Kellermann-Blinkrelais eingebaut, die Leitungen auf denen 3 Kurzschlüsse waren in Ordnung und damit die Blinker vmtl. zum ersten mal zum blinken gebracht. (Fragt mich nicht, wie das mein Vorgänger gemacht hat)

Dann gab es noch für vorne frische Beläge (Lucas, Sinther) damits auch weiterhin bremst und genau heute einen neuen Reifen für Hinten.

Eigentlich wollte ich von Michelin den Pilot Power, da aber vorne bereits der Nachfolger 2CT montiert ist und dieser noch in Ordnung ist, habe ich nochmal diesen Reifen für Hinten aufziehen lassen.

Auf dem Weg hin und zurück konnte ich sie ausserdem das erste mal ausfahren. :) Der Tacho ging etwas über die 300 hinaus, war ein prima Gefühl und sie steht scheinbar gut im Futter und ja ich weiss von Tachoabweichungen.

Mal sehen, wann man sich das nächste mal liest. :)

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Pannoniaring Teil 3

Man möge mich daran erinnern, nie wieder ein Thema in 3 Beiträgen zu unterteilen. Da leidet die Moral.

Es ist schon etwas länger her, ich bin inzwischen (Unfallfrei) 8000KM gefahren und will hier meinen letzten Beitrag vom Ausflug an den Ring in Ungarn zu Ende bringen.
Ausserdem mag ich Besserung geloben und nun wieder regelmässiger schreiben, obwohl man mit den Vorsätzen grundsätzlich bis Neujahr warten sollte. :)

Am morgen des Yamaha-Festivals, wurde ich von meinem Neu-Liebgewonnenen Motorengeräusch geweckt.
Roland und Isa schienen noch den Deichselbereich des Wohnwagens zu zersägen, was mich aber nicht aufhielt, bereits mit gehörig Adrenalin aus dem Wohnwagen zu fallen. Die Sonne schien und auch der Sturm hatte sich gelegt. Ich sah mich also etwas um und bemerkte eine Schlange an eine der Fahrerboxen. Ich vermutete dort die Abnahme fürs Motorrad und entschloss mich kurzerhand mich einfach mal dort anzustellen.

Als ich dran kam, wurden mir die Ventilkappen in die Hand gedrückt und ich sah zur gleichen Zeit in 2 verschiedenen Sprachen ein grosses Plakat auf welchem: “Ventilkappen zur Abnahme bitte abdrehen!”. Peinlich..
Mir wurde auf meine Startnummer ein “B” geschmiert und ich durfte passieren. Ich rollerte gemütlich zur Box, wo auch Roland schon stand.

Nachdem wir auf der Fahrerbesprechung waren, wars auch schon fast soweit. Es ging zum ersten Turn in der Krabbelgruppe und die Instrukteurin wies uns kurz ein. Ich fuhr als letzter in der Reihe und was soll ich sagen.. es war nicht wirklich toll. Ich kam ganz einfach nicht hinterher, einerseits klar als Fahranfänger und andererseits, weil immer wieder Lücken entstanden und ich keine Linie fand.
So fuhr ich irgendwann so ziemlich alleine ohne meine Gruppe, denn die hatte ich recht schnell verloren.

Nach dem Turn gings wieder zurück an unseren Platz, mit etwas gemischten Gefühlen. Man unterhält sich dann natürlich und überlegt, was man besser machen kann. Die Instrukteurin entschuldigte sich noch kurz mit “Sorry.. du warst auf einmal weg..”.

40 Minuten danach gings zum nächsten Turn. Ich sollte diesmal direkt hinter ihr fahren. Das ging schon sehr viel besser, allerdings bemerkte ich selbst, dass es eher einer gemütlichen Landstrassenfahrt ähnelte, was mir aber auch schon zu schaffen machte.  Nach ca. 4 Runden, auf der Start Ziel liess ich dann überholen und zack.. waren sie wieder alle weg. :(

Deprimierend!

Als wir uns wieder in der Boxengasse trafen, meinte dann meine Instrukteurin: “Philipp, du bekommst jetzt Einzelunterricht!”.
Wow! Ich bin was besonderes.. ein besonderer Härtefall. :p

Den Turn darauf meinte sie zu mir, ich soll versuchen an ihr dran zu bleiben. 2 Runden Reifen warm fahren und dann dran bleiben.
Es ging los.. und naja.. es ging ein wenig schneller, aber eigentlich wenn ich ehrlich bin immer noch beschissen. Der Turn lief so dahin und in der Boxengasse meinte sie: “Du bist sehr verhalten”. Sicher war sie einfach zu freundlich mir zu sagen, dass ich mir vor Angst fast in die Hosen scheisse und endlich mal am Hahn drehen soll.

Es ging in die Mittagspause und ich begann das geschehene zu verarbeiten. Ausserdem wurde ich etwas stinkig. Schliesslich möchte man zumindest ein bisschen “schnell” sein.

Nach der Pause, meinte sie zu mir, ich soll mich in der Kurve leicht versetzen, Knie rausstrecken und an ihr dran bleiben.

Wir fuhren aus der Boxengasse. Die ersten 2 Runden liefen Piano, danach riss die gute am Hahn. Natürlich setzte nun auch mein Ehrgeiz ein (ob das nun gut oder schlecht war, mag ich nicht beurteilen). Ich setzte mich leicht um und kam bereits besser um die Kurve. Ich kam ihr auch bereits besser hinterher, aber Madame war das natürlich immer noch zu wenig. Wir sind schliesslich auf keiner Kaffeefahrt, sondern auf einer Rennstrecke und deshalb gab sie natürlich nochmals mehr Gas. Bei der nächsten Kurve dachte ich mir dann: “Scheiss die Wand an.. ” hing mit der einen Arschbacke in der Luft, hielt den Lenker locker und drückte Kurveninnere Bein nach aussen und.. genoss das erste mal “richtige” Schräglage. Als ich aus der Kurve kam, war meine Instrukteurin direkt vor mir, was mir sagte ich muss gut rumgekommen sein, was mir auch sofort von ihr bestätigt wurde, durch beide Daumen nach oben und wildem rumgehüpfe auf ihrer Triumph Daytona. Mit einem grinsen im Gesicht ging so eine Kurve nach der anderen und das immer besser.
Wieder angekommen in der Boxengasse, fuhr ich neben sie und bekam sofort eine in die Seite reingehaun mit dem lächelndem Kommentar: “Jetzt hats Klack gemacht!!”.

Als Isa sich später unserer Privatgruppe anschloss meinte sie sogar noch: “Aber jetzt musst du aufpassen.. jetzt ist er schnell!”.

Das war wie Weihnachten und Geburtstag an einem Tag. :)

Ich kann kaum beschreiben, was ich an diesem einen Tag an Fahrerfahrung mitnehmen konnte. Es war einfach unbezahlbar. Natürlich ist mir klar, dass ich von wirklich schnell noch weit entfernt war/bin aber das war damals für mich ein Meilenstein.

Leider war ich bis heute nicht mehr auf der Rennstrecke, obwohl ich durch Roland und Isa einige Gelegenheiten dazu gehabt hätte, aber ist momentan einfach nicht drin. Nächstes Jahr wirds wieder besser aussehen und da wird dann auch mal richtig geschürt, denn inzwischen habe ich fleissig geübt und bin eigentlich jeden Tag auf meinem Motorrad unterwegs. Man muss auch auf normalen Strassen nicht rasen wie ein irrer um Schräglage oder fahren zu üben. Es gibt genug herausfordernde Kurven, die innerhalb der STVO liegen, wo doch tatsächlich bereits mittlerweile das Knie auf der Strasse aufkam. :)

Ich kann nur wirklich jedem empfehlen ein solches Instruktorfahren mitzumachen. Was die eigene Sicherheit angeht und das Gefühl für das Motorrad gibt es wohl nichts besseres.

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle nochmal bei Roland und Isa für den Full-Service und ich freue mich noch auf viele gemeinsame Fahrten mit euch.

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